Psychotherapeutische Unterstützung für Lehrer, Erzieher und pädagogische Fachkräfte

Kennen Sie das? Als Lehrer, Erzieher oder pädagogische Fachkraft haben Sie ein besonderes vielfältiges, oft auch diffuses Rollenbild. In Ihrer immer komplexer werdenden Arbeitwelt sollen Sie Kinder in ihrer Entwicklung fördern, angemessene Anforderung an sie stellen und sie gleichzeitig „Kind sein lassen“. Lernziele gilt es zu erreichen, Leistungsdruck aber zu vermeiden. Schüler kommen mit ganz individuellen Erwartungen und Zielen in den Unterricht, die „kompatibel“ gemacht werden müssen. Manche Lehrer haben ihren Beruf ursprünglich wegen ihrer Begeisterung für ihr Fach ergriffen und finden sich in der Rolle eines Therapeuten wieder. Die Erwartungen von Eltern, Kollegen und Schulleitung, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Konkurrenz von Whatsapp, Facebook, Twitter und Co um die Aufmerksamkeit der Schüler fügen weitere Herausforderungen hinzu. Schließlich kann die Arbeit in einem Team – oder ihr Fehlen – ein weiterer Stressfaktor sein.

Wenn Ihre verfügbaren Ressourcen nicht mehr ausreichen, um den professionellen Alltag zu bewältigen oder Sie sich vielleicht schon als psychisch krank erleben, können Sie hier Unterstützung finden. Im Rahmen einer Therapie, aber auch in Supervision und Beratung berücksichtige ich Ihren speziellen Kontext ebenso wie Ihre individuellen Anforderungen und Aufträge an uns. Meine eigene Erfahrung in pädagogischen Handlungsfeldern kann dabei hilfreich eingesetzt werden.

Aktuelle neuro-biologische Forschungsergebnisse sprechen dafür, dass der dramatische Anstieg von stressbedingten Erkrankungen vor allem bei Lehrern eine wichtige Ursache darin hat, dass sich die professionellen zwischenmenschlichen Beziehungen in den Schulen deutlich verschlechtern. Beziehungserfahrungen beeinflussen körperliche Abläufe bis zur Ebene der Genregulationen: „Beachtung, Anerkennung oder Zuwendung aktivieren die Motivationssysteme und beruhigen die Stressachse. Ausgrenzung, Demütigung, chronische soziale Konflikte oder Isolation dagegen deaktivieren die Motivationssysteme und aktivieren die Stressbiologie. Letzteres ist mit einem stark erhöhten Erkrankungsrisiko verbunden, insbesondere für psychosomatische Erkrankungen, Burnout, Depression und Angsterkrankungen (…). Da der Lehrerberuf ein Beziehungsberuf ist, können belastete Beziehungsabläufe zu ernstzunehmenden Erkrankungen führen.“ (Quelle: Bauer, J. et al. (2007): Gesundheitsprophylaxe für Lehrkräfte, leicht verändert)

Diese speziellen Belastungsfaktoren können zu gesundheitlichen, insbesondere auch psychischen Problemen führen. In der Therapie geht es darum, Ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten wieder zugänglich zu machen, zu stärken und zu erweitern, so dass es Ihnen wieder gelingt, den Berufsalltag professionell und kompetent zu meistern und dabei gesund zu bleiben.

Neben dem kurativ (heilend) ausgerichteten therapeutischen Angebot biete ich ergänzend oder präventiv Coaching, Supervision und Fortbildungen an.