Inneres Chaos zu innerer Stärke machen

Die ständig laufende Auseinandersetzung zwischen inneren und äußeren Ansprüchen im Beruf kann im besten Falle produktiv und potentialentfaltend wirken, durch diese Situation entstehen aber auch besondere Belastungen. Gerade Lehrer erleben es häufig, dass die verfügbaren Ressourcen nicht ausreichen und sie psychisch krank werden. Dabei gerät das Verhältnis zwischen der eigenen Identität und der Identifikation mit dem Beruf aus der Balance (vgl. Freiburger Schulstudie / Joachim Bauer / 2004, Potsdamer Lehrerstudie / Uwe Schaarschmidt / 2006).

Die Vielfalt dieser oder vergleichbarer Arbeitszusammenhänge spiegelt sich – wenn man es so sehen will – in der inneren Dynamik der betreffenden Menschen wieder. Daher scheinen Teile-Modelle eine ideale Grundlage für spezifische Unterstützungsangebote zu sein. Vielleicht kennen Sie ja schon die Modelle des „Inneren Teams“ oder der „Inneren Familie“.

Was wir in jeden Fall sehr gut kennen, das sind die kritischen und die antreibenden inneren Stimmen und die mit ihnen einher gehenden Verhaltensweisen. Oft werden sie als innere Widersacher und Störer empfunden, wenn es nicht gelingt, Ziele umzusetzen, den inneren Schweinhund zu überwinden und aktiv zu werden. Unsere Stärken und Erfolge zu nennen, fällt uns dagegen oftmals schwerer – obwohl es sie gibt!

Durch die Sichtweise der „inneren Vielfalt“ können wir uns den unterschiedlichen und oft auch widersprüchlichen Persönlichkeitsanteilen konstruktiv nähern und die in ihnen liegenden Fähigkeiten und Kompetenzen für unsere Ziele nutzen. So wird das Modell des „Inneren Teams“ praktisch und konkret erarbeitet und mit verschiedenen Methoden individuell an den eigenen Themen umgesetzt.

Auf der Teile-Therapie-Tagung im November 2018 stelle ich Erfahrungen, Strategien und Methoden einer hypno-systemisch orientierten therapeutischen Arbeit mit Schwerpunkt Teilearbeit für psychisch krank gewordene Menschen in pädagogischen Handlungsfeldern vor und biete praktische Einzel- und Gruppenübungen an. Schwerpunkt wird dabei auf dem Übergangsbereich zwischen Therapie und Supervision / Coaching liegen.

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